Tiere

1132: Wenn Hunde auch nach ihrem Tod noch versuchen, Menschen in ihrer Krankheit helfen.

Wenn Hunde auch nach ihrem Tod noch versuchen,
Menschen in ihrer Krankheit helfen.

Uta fragt Dina: Du bist bei Birgitt,
auch wenn sie nicht Liebe ruft im Herzen?

Dina: Ja, ja, ja, ja (wedelt).

Uta: Wie kommt das?
Wieso machst du das anders als meine Hunde?

Dina: Birgitt… allein…

Uta: Ich habe Fiete… und Birgitt hat keinen Hund mehr,
der ihr Ruhe in den Wackel macht?

Dina: Richtig!

Uta: Deshalb kommst du, ohne gerufen zu werden?

Dina: Ja!

Uta: Können alle Hunde Ruhe in den Kopf machen?

Dina: Nein… nicht, wenn kleine Liebe!

Uta: Ah, okay, verstanden!

Uta: Und so hilfst du Birgitt immer noch?

Dina zeigt ein Gefühl der Trauer:
Kein Körper: schwierig, kein Riechen: schwierig!

Uta: Weil du nichts riechst, ist es schwierig?

Dina: Falsch!

Uta: Hm…

Weil Birgitt dich nicht mehr riechen kann, ist es schwierig?

Dina: Ja!

Uta: Ihr helft uns durch euren Geruch, wenn wir krank sind?

Dina: Liebe: Geruch!

Uta: Oh!

Puh! Dina, danke, das hast du gut erklärt, das verstehe ich!

Ich bitte Elia, mich mit Dina, der Hündin von Birgitt zu verbinden.

Dina ist 1998 geboren und 2011 gestorben, Birgitt bittet um diesen Kontakt.

“Nein, ich!“

Dina spricht mit mir, ehe ich auch nur meinen üblichen Einstieg niederschreibe.

Sie stupst mir gegen die Wange, sanft, aber nachdringlich.

Immer wieder schwierig, mich zu konzentrieren…

Aber als sie merkt, dass ich anfange, legt sie SOFORT los.

Dabei ist sie derart aufgeregt, dass ich kaum nachkomme mit all dem, was sie mir zeigt / sagt…

Uta: Stopp, stopp, hey, nicht so schnell, Süße.

Dina: Ich weiß, nicht schnell…

Uta: Das ist schwierig für dich?

Dina: Nein!

Uta: Aber es macht keinen Spaß…

Beim Stichwort Spaß düst sie los.

Zuerst legt sie mir eine Leine hin, dann irgendwas Tellerartiges, dann einen kleinen Ball, dann so ein Zottelding, dann kommt sie mit einem Knochen um die Ecke… und das alles in einem schnellen Tempo!

Uta: Dina, langsam…

Dina: Langsam, ja…

Sie sitzt in „stolzer“ Haltung vor mir, wedelt, sie hat wunderschöne Augen. Wenn ich in die rein sehe, vergesse ich, was ich will…

Dina: Langsam?

Uta: Ja toll, das machst du gut!

Sie hält mir eine Pfote hin, ich sehe, dass darin Kletten hängen.

Dina: Mist… Dinger!

Uta: Oh ja, du Arme…

Dina: Nein!

Uta: Nein?

Sie zeigt, wie sie sich ganz ruhig abgelegt hat, ihren schönen Kopf auf den Vorderpfoten, die Sonne scheint in ihr Fell…

Uta: Nicht schlimm, wenn du was im Fell hattest?

Dina: Sie war immer sanft, gaaaaaaanz langsam…

Uta: Die Birgitt?

Dina: Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, die… (statt eines Namens bekomme ich ein Gefühl tiefster Liebe).

Uta: Birgitt ist Liebe, meinst du das?

Dina: Ja.

(Jetzt gibt sie mir das Bild eines Hundeshampoons und das Geräusch fließenden Wassers.)

Uta: Oh, dann nicht! (Als Antwort bekomme ich das Gefühl von beleidigt / beschämt sein.)

Uta: Na, Dina, das war aber auch lieb von der Birgitt, darauf zu achten, dass du sauber bist…

Dina: Jetzt antwortet Dina mit dem Bild vom spritzenden Wasser.

Sie zieht mich in sich, ich nehme jetzt aus ihrer Perspektive wahr.

Wasser geht mir bis zu den Kniegelenken und es spritzt hoch auf, schillert im Sonnenschein wie ein Regenbogen.

Vor mir ist viel Wasser und ich bin so voller Glück und Freude, ganz außer mir vor Wohlgefühl!

Uta: Ach, Dina, ja, so war Wasser sicher viel, viel schöner für dich!

Sie gibt mir ein nächstes Bild.

Jemand liegt auf einem Sofa, eine Hand hängt herab und die leckt Dina, ganz zart, ganz sanft…

Nächstes Bild: Birgitts Gesicht auf einem Kissen, sie schläft unruhig.

Dina steht neben ihr, ganz nah bringt sie ihren Kopf an Birgitts Kopf…

Sie steht gefühlt sehr, sehr lange so…

Sie denkt / fühlt: ruhig, ruuuuuhig, ruuuuuuhig.

Dina erreicht, dass Birgitt ruhig wird, ihr Atem tief wird und gleichmäßig. Jetzt legt sich Dina hin und schläft auch ein…

Uta: So lieb hast du Birgitt?

Dina: Birgitt und Dina: Liebe!

Uta: Warum hast du das mit Ihrem Kopf gemacht? Ging es ihr nicht gut?

Dina: Der Kopf macht immer hin und her…

Uta: Der macht hin und her? Der wackelt?

Dina: Nein, innen!!! macht es hin und her! Das ist falsch!

Uta: Das konntest du fühlen?

Dina: Das fühle, sehe, rieche ich…

Uta: Oh! Immer noch? Verstehe ich das richtig?

Dina: Richtig!

Uta: Du bist noch bei Birgitt?

Dina: Immer noch Liebe…

Uta: Ja… warum?

Dina: Meine Liebe ist allein…

Uta: Das verstehe ich nicht, Dina, was meinst du damit?

Dina: Meine (Geruch, Hand, Handgelenk… Birgitt, vermutlich ich sehe sie von unten) ist allein…

Uta: Sie ist doch nicht allein, Knut ist doch da!

Dina: Nicht immer!

Uta: Warte mal: Willst du damit sagen, dass du Birgitt noch bewachst?

Dina: Liebe!

Uta: Dina, sag mal, meine Hunde (sie unterbricht mich) …

Dina: Dino, Bommel, Bandhu, Lena, ja!

Uta: Oh, die kennst du?

Dina: Liebe!

Uta: Bandhu auch Liebe?

Dina: Kleine Liebe!

Uta: Also bis auf den Bandhu sehe ich die immer mal hier bei mir, aber die sind nur manchmal da…

Dina: Bandhu siehst du nicht!

Uta: Nein, der wollte ja nicht mit uns sein. Liegt es daran, dass ich den nicht sehe?

Dina: Nein, du ziehst ihn nicht.

Uta: Okay, den ziehe ich nicht, weil das nur kleine Liebe war?

Dina: Richtig!

Uta: Aber Dino, Bommel und Lena war große Liebe und meine Liebe zieht sie zu mir? Verstehe ich das so richtig?

Dina: Eine Straße!

Uta: Was?
(Was sie antwortet, kann ich kaum in Worte bringen: Es ist wie eine leuchtende Straße aus Licht, auf der sich meine inzwischen verstorbenen Hunde zu mir hin und von mir weg bewegen. Mal ganz nah, mal fern… aber immer da.)

Uta: Oh, wie schön!
Aber ich denke manchmal gar nicht an sie und trotzdem sind sie plötzlich da…
Das geht nicht immer von mir aus…

Dina: Doch, du rufst!

Uta: Nein!

Dina: Du rufst im Herzen… Liebe! Und dann sind sie da!

Uta: Ihr kommt nur, wenn wir rufen?

Dina: Nein! Dino, Bommel, Lena ja, Dina nein.

Uta: Hm… du bist bei Birgitt, auch wenn sie nicht Liebe ruft im Herzen?

Dina: Ja, ja, ja, ja (wedelt).

Uta: Wie kommt das? Wieso machst du das anders als meine Hunde?

Dina: Birgitt allein…

Uta: Ich habe Fiete… und Birgitt hat keinen Hund mehr, der ihr Ruhe in den Wackel macht?

Dina: Richtig!

Uta: Deshalb kommst du, ohne gerufen zu werden?

Dina: Ja!

Uta: Können alle Hunde Ruhe in den Kopf machen?

Dina: Nein… nicht, wenn kleine Liebe!

Uta: Ah, okay, verstanden!

Uta: Und so hilfst du Birgitt immer noch?

Dina zeigt Gefühl der Trauer: Kein Körper: schwierig, kein Riechen: schwierig!

Uta: Weil du nichts riechst, ist es schwierig?

Dina: Falsch!

Uta: Hm…

Weil Birgitt dich nicht mehr riechen kann, ist es schwierig?

Dina: Ja!

Uta: Ihr helft uns durch euren Geruch, wenn wir krank sind?

Dina: Liebe: Geruch!

Uta: Oh!

Puh! Dina, danke, das hast du gut erklärt, das verstehe ich!

Dina, möchtest du mir noch was zeigen?

(Alles, was sie zeigt, ist eine Scheibe Wurst auf einem Fliesenboden und ein fröhliches Gefühl.)

Uta: Dann wollen wir jetzt die Fragen von Birgitt beantworten?

Dina: Nein!

Uta: Willst du noch was sagen?

Dina: Ja. Tod war zu früh für Birgitt!

Ich bin traurig gewesen, aber ich war fertig.

Kein Geruch mehr, aber auch kein Schmerz. Traurig!

Uta: Ich versuche das mal in Menschen-Sprache zu bringen, fühle, ob es stimmt.

Du warst sehr traurig, dass du deinen Körper verlassen musstest?

Dina: Richtig!

Uta: Wegen Birgitt, nicht wegen dir?

Dina: Richtig!

Uta: Ja, das ist ja auch traurig, wenn ihr euren Körper verlassen müsst…

Dina: Falsch! Traurig ist: Allein lassen! Falsch!

Uta: Falsch, was ist falsch?

(Zeigt mir ein Hunderudel und gibt dazu sehr viel Freude und Glücksgefühle.)

Uta: Falsch ist, dass kein Rudel da ist, wenn einer von euch seinen Körper verlassen muss?

Dina: Ja, ganz falsch, ganz böse!

Uta: Hm, hm… da hast du recht!

Wollen wir jetzt Birgitts Fragen beantworten?

Dina ist im Gefühl von Freude, Eile, Aufgeregt sein.

Uta: Okay, dann geht es jetzt los mit Birgitts Fragen:

Liebe Dina! Du warst jahrelang mein ein und alles. Wir hatten eine ganz besondere Beziehung.
Ich freue mich schon seit Monaten, dass wir nun in Kontakt treten und du mir ein paar Fragen beantworten magst.

Geht es dir gut da, wo du gerade bist?

Dina: Uta hat nicht Fiete da, schade! (Fiete schläft noch bei Hajo im Schlafzimmer.)

Uta: Dina, ich glaube, Birgitt möchte wissen, ob es dir in der Welt ohne Körper gut geht?

Ich bekomme ein Gefühl wie Lachen.

Dinas Augen: In Dinas Augen kommen dann Bilder.
Sie rast über eine weite, blühende Wiese einen Hang hoch, den Hang runter, andere Hunde kommen dazu, machen mit, das ist Lebensfreude pur…

Dann sehe ich Klaviertasten, auf denen eine leichte Staubschicht liegt…

Dann sehe ich Sonne, die auf deine Hände scheint, Birgitt.
Ich bekomme das Gefühl, sie lecken zu wollen…

Ich sehe weibliche Füße in sehr warmen Socken…

Und ich rieche eine Apfelsine und bekomme das Gefühl, niesen zu müssen…

Das Gefühl hierzu ist ein ruhiges Gefühl, aber auch ein wenig traurig…

Es ist eine eindeutige Unterscheidung: Auf der Wiese ist alles einfach, aber wenn Dina bei dir ist, will sie dich unterstützen und ist dann leicht! ungehalten, weil es nicht geht.

Sie kann nicht „lecken“, nicht schmusen, nicht Fühl-Riechen…

Es ist ein nicht-machen-können… und das bringt Traurigkeit mit sich.

Aber nicht schlimm, nicht niederdrückend… eher ein ruhiges: Es ist, was es ist, also mache ich das Beste daraus.

Und dann zeigt sie mir, WIE intensiv sie die Atmosphäre mit Liebe speist.

Birgitt: Du hast mir einmal das Leben gerettet, als ich in der Badewanne ohnmächtig wurde.  Dafür bin ich dir ewig dankbar. Wie hast du das bemerkt und empfunden?

Dina: Gerufen, Dina kommt!

Uta: Birgitt hat dich gerufen?

Dina: Falsch!

Uta: Wer hat gerufen?

Dina zeigt eine Lichtgestalt, die duftet nach Rosen und Tannen.
Ich bin sicher, das ist dein Guide, Birgitt!

Uta: Die (Bild Lichtgestalt und der Duft) hat dich gerufen?

Dina: Ruft, Dina kommt!

Uta: Hast du den Rufer gekannt?

Dina: Immer da!

Uta: Ja, immer da! Und wie hast du das empfunden damals?

Ein stark drängendes Gefühl der Eile und Not gibt mir Dina als Antwort, aber keines der Angst.

Birgitt: Warum habe ich dich und die Aica in den letzten Monaten öfters gesehen?

Dina: Birgitt ruft und Dina und Aica kommen!

Uta: Birgitt ruft Liebe?

Dina: Liebe und allein, ja!

Uta: Ihr ruft da nicht?

Dina: Nein!

Uta: Möchtest du mir etwas mitteilen?

Statt einer Antwort kommt wieder das Bild eines Rudels, das fröhlich umeinander springt…

Dann das Bild eines kleinen Hundes, zusammengerollt, schlafend, im Sonnenschein liegend… ein richtiges, kleines Wollknäuel…

Uta: Meinst du Fiete?

Dina: Falsch!

Uta: Soll ich Birgitt die Geschichte von Lena und Fiete erzählen?

Dina: Rudel Geschichte!

Uta: Sag mal, was ist das eigentlich für ein Rudel, das du mir da zeigst?
Ein Rudel im Himmel?

Dina: Richtig, mein Rudel!

Uta: Es gibt auch andere Rudel im Himmel?

Dina: Rudel Dino, Bommel, Lena, Bandhu, Fiete… nicht Dinas Rudel!

Uta: Aber Aica?

Dina: Aica Dinas Rudel!

Uta: Dino, Bommel, Bandhu Lena sind tot… aber Fiete nicht, trotzdem ein Rudel?

Dina: Richtig, richtig, richtig…

Uta: Das Himmelrudel kann lebende und körperlose Mitglieder haben?

Dina: Richtig! Lebende sind da, Aica und Dina im Himmel… alle ein Rudel!

Fiete kann MACHEN! Lena nicht!

Uta: Weil Lena keinen Körper mehr hat…

Dina: Richtig! Du hast „allein“ gerufen! Lena kommt und bringt Fiete!

Uta: Ja… wünschst du dir sowas für Birgitt?

Dina: Ja… hat Angst, kann nicht machen. Traurig!

Uta: Kann was nicht machen?

Dina: Rudel kann nicht machen, dass Kopf nicht wackelt!

Uta: Weil kein lebendes Mitglied deines Rudels da ist?

Dina: Ja… traurig!

Deine Birgitt sagt: Wenn es darum geht, dass du weitergehen magst, dann darfst du das gerne tun, du weißt ja: „Geh voran, such Weg!

Dina:?

Uta: Birgitt hat das was falsch verstanden… du hast einen Weg gefunden?

Dina: Ja, Straße!
(Bild der bunt leuchtenden Straße vom Diesseits zum Jenseits, hin und her.)

Birgitt: Sehen wir uns wieder? Holst du mich an der Regenbrücke ab?

Dina: Ja… ich auch! Leicht, lustig!

Uta: Dina, das hast du prima gemacht! Wir sind fertig!

Dina: Fein!!!!!!!!!!!!

Ja fein!!!

Uta: Gut gemacht! (Gefühl der Freude.)

Dina nimmt Abschied von mir: Sie schnüffelt an meiner Hand, stupst mich noch mal zärtlich ans Knie.
Dann „trabt“ sie – anders kann ich die Gangart nicht beschreiben – gemächlich zur Tür…

Die Tür öffnet sich und da ist auch schon die leuchtende, blühende Wiese und andere Hunde rennen auf sie zu…