Schutzengelkontakt: Suche die Spuren des LEBENDIGEN Gottes nicht außen, sondern in dir
Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Anna zu verbinden. Anna bittet um diesen Kontakt.
Ich gehe eine schmale Gasse hinab, Kopfsteinpflaster und mehrstöckige Fachwerkbauten, dann ein kleiner, offener Platz, ein Brunnen, um den sich Kinder und Frauen scharen, an denen vorbei in eine breitere Straße, bis ich zu einem Fluss komme, hier liegen Lastkähne, Männer handeln oder laden die Kähne, links von mir eine Brücke, dort am Beginn dieser Brücke steht eine Frau, die ich als Guide identifiziere.
Sie trägt einen grünen Umhang, der pelzverbrämt ist, das dunkle Haar unter einer Art Haube, sie winkt, als sie mich kommen sieht.
U: Schön, dass du da bist, bist du der Guide von Anna?
G: Ja, ich bin Sofia, aber das ist ganz gleich, wie findest du Natalie?
U: Ach, hübsch…
G: Ja! Ach, wir bleiben bei Sofia (lacht)…
U: Wo sind wir hier?
G: In Kufstein, 1416, bitte komm, ich möchte dir mein damaliges Heim vorstellen.
Wir gehen über die Brücke, unweit von hier einige kleine Häuser, eng an einen Berg gebaut…
S: enttäuscht?
U: Du bist so elegant gekleidet, ich hab ein größeres Haus vermutet…
S: Ja (schaut an sich herab), das sind Kleider meiner Vergangenheit, es gab ein größeres Haus, ein viel größeres Haus sogar, aber das war nie mein Heim, dies hier, dies ist Heim, wenn ich die Tür öffnete, kam ich wirklich heim…
Sie macht genau das. Wir betreten einen Raum, der anscheinend zugleich Küche und Schlafraum ist. Eine schmale Stiege führt hinauf. Am Tisch sitzt ein junger Mann, sein Haar steht wirr ab, er beachtet uns kaum.
Vor sich hat er kleine Steinchen, die er der Farbe nach sortiert, ganz vertieft ist er in diese Tätigkeit.
S: Das ist mein Sohn Franz, wir stören ihn nicht, er merkt nicht, dass wir da sind. Magst du einen Most?
U: Nein, danke, lieber mag ich dir zuhören…
S: Welchen Eindruck hast du von diesem Haus? Sei ehrlich!
U: Es ist so klein, so eng, so dunkel, irgendwie passt du gar nicht daher…
S: warum nicht?
U: Du scheinst alles andere als eine einfache Frau zu sein…
S: ja? Du hast recht, dieses Haus ist klein und eng und dunkel und doch ist es das schönste Heim, das ich je hatte! Denn hier lebe ich im Licht der Freiheit. Nichts kommt dem gleich, kein Gebäude, und sei es noch so großartig gebaut, könnte mir je ersetzen, was ich hier habe…
Morgens, wenn die Sonne aufgeht, fällt mein erster Blick auf meinen geliebten Fluss, mittags strahlt sie durch alle Fenster und zaubert mit ihrem Glanz alle meine Habe in Gold…
Edelsteine und Gold besaß ich einmal, und dennoch, sei sicher, war deren Schein nicht annähernd so schön, wie dieses hier!
Meine liebe Anna, nun richte ich mein Wort an dich!
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