Solange jemand einen ihm wichtigen Teil seines Ichs versteckt, solange ehrt ER sich nicht!
Ich bitte meinen Guide, mich mit Therese, dem Guide von Manuela zu verbinden, Manuela bittet um diesen Kontakt.
Ich gehe auf einer belebten Straße entlang, anscheinend immer noch das historische Mallorca, vor mir geht Therese.
Obwohl ich sie nur von hinten sehe, spüre ich ihre Energie, die mir so vertraut ist. Aber was macht sie da nur?
Alle Leute auf der Straße schauen sich nach ihr um. Sie hat ihrem Kakadu eine Art Hundeleine verpasst und so geht sie mit ihm auf der Straße promenieren. Als wäre dies noch nicht auffällig genug, balanciert sie einen unglaublichen Hut, falls man das turmartige Gebilde, das mit riesigen Federn und Blumen geschmückt ist, überhaupt so nennen kann.
Sie hört meine Gedanken, ich spüre es und ich höre sie kichern, irgendwie ist es mir etwas peinlich, so direkt hinter ihr zu gehen. Ich versuche, den Abstand zu vergrößern, ohne den Kontakt zu verlieren, aber da dreht sie sich um, so unvermutet, dass ein junger Mann in sie hineinläuft:
So passen sie doch auf, Jungchen!
Der bekommt einen roten Kopf und zieht galant den Hut, schaut dann aber, dass er so schnell wie möglich davonkommt …
Thereses Augen blitzen vor Vergnügen, als sie mich anschaut.
T: Du schämst dich, mit mir zu gehen?
U: ach, hm.
T: Du weißt, Lippenbekenntnisse kommen bei mir nicht an, nur die Wahrheit (sie lächelt).
U: Jaaaa, sag mal, was ist denn in dich gefahren! Letztes Mal warst du so eine elegante und vornehme Dame …
T: und jetzt?
U: hmmmmm …
T: Und jetzt bin ich eine verrückte alte Schachtel! (Sie lacht.)
Ha, wie sagte es ein Dichter deiner Heimat?
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