Schutzengelkontakt: Intuition und Glaube und Wahrheitsfindung
Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Engel von Laura zu verbinden, Laura bittet um diesen Kontakt.
Ich sitze auf einem alten Baumstamm, es ist kühl, der Himmel strahlend blau, vor mir ein See, in dem sich dieser Himmel spiegelt. Um mich herum dichter Tannenwald. Hier ist nichts, kein Weg, keine Straße, ich sehe keinen Menschen…
So schön es ist, es fängt an mich zu beunruhigen, soll das immer so weiter gehen? Wo ist denn nur der Engel?
Ich rufe bitte, aber es bleibt still…
Dann höre ich es neben mir knurren, aus dem Unterholz kommt ein kleiner Bär und dann noch einer, sie halten ihre Köpfe schräg, beäugen mich und legen sich dann einfach auf meine Füße, ich kann gar nichts tun, so schnell schlafen sie da ein!
Ja, was jetzt?
Ich wage nicht, mich zu bewegen und sie zu wecken.
Und zurecht, denn jetzt kommt auch noch die Mutter, sie sieht ihre schlafenden Kinder, beobachtet mich, kommt näher, (das ist kein so tolles Gefühl!) und jetzt beginnt sie, auch noch mich zu beschnuppern.
Ach, du meine Güte! Ich rieche sie, sie riecht nach Wald und Tannen, nach Erde und irgendwie warm, aber ihre kalte Nase an meinem Ohr ist nicht schön…
Als sie endlich fertig ist, macht sie es sich an meiner Seite bequem, legt ihren schweren Kopf auf meine Schulter und – oh bitte, NEIN! – schläft so ein!!!
Ich wage es nicht, auch nur einen Mucks von mir zu geben, hoffe nur, dass endlich der Guide kommt, der mich in diese Lage gebracht hat.
Wenn das nicht bald passiert, geh ich hier raus…
Jemand ist da, ich kann ihn nicht sehen, weil ich den Kopf nicht zu drehen wage.
Ah, endlich, da steht er der Guide. Ein Mann mit hellbraunem Haar. Er trägt einen Wildlederanzug, ganz, wie man sich die alten Waldläufer vorgestellt hat, und er grinst frech, als er mich in meiner misslichen Lage betrachtet.
Hübsch ist er ja, aber was der mir hier zumutet, ist schon allerhand!
Er flüstert: Warum regst du dich auf!?
Ich trau mich nicht zu antworten, deute mit den Blicken auf Mutter Bär und ihre Kinder…
G: Oh, (lacht) verstehe, obwohl es mir angenehmer wäre, du würdest sprechen, deine Blicke könnte ich missdeuten?
Das macht mich jetzt aber richtig wütend.
ICH kann doch nichts dafür, dass ich in dieser Lage bin!!!
G: Hm, habe ich deinen Gedanken richtig verstanden? Du kannst nichts dafür?
Ich deute Zustimmung an…
G: Hm, du kannst nichts dafür, das diese Bären da sind, aber für dein ängstliches Verhalten bist du zuständig, nicht ich!
(Er lacht schon wieder!)
Da platzt mir der Kragen und ich schimpfe laut:
Also, du hast mich doch in diese Lage gebracht! Da kann ich doch nichts dafür! Wenn du mir solche Raubtiere schickst und ich Angst kriege!
Kaum hab ich das gesagt, schlägt mir das Herz bis zum Hals. Die Bärin ist wach, sie brummt, kommt ganz nah und schaut mir direkt in die Augen, was immer sie da sieht, sie schnaubt, zieht sich von meiner Schulter zurück, stupst ihre schlafenden Jungen an, und als die endlich aufwachen, gehen die Drei einfach – ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen – zurück in den Wald.
G: nun? Wo ist deine Angst?
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