Uta Hierke-Sackmann
Kategorienübersicht

Mangel an Vertrauen

Elia

Denn das ist die wahre Ursache.
Die Ursache ist nicht, dass du zu klein und zu gering bist.
Sie ist nicht, dass du dich nicht richtig auszudrücken weißt.
Sondern sie liegt einzig und allein darin, dass du einen Mangel an Vertrauen hast, ein grundsätzliches Vertrauen ins Leben.
Aber auch in das, was die Menschen über dich denken und sagen könnten.

Teil 1

Zu Gast sind Marlene und Friedrich.

Elia: guten Abend, liebe Freude.

Hajo: guten Abend, Elia.

Marlene: guten Abend.

Friedrich: guten Abend.

Elia: Wie schön, dass auch du dabei bist, Friedrich. Nichts geschieht umsonst. Nichts geschieht zufällig. Eines hängt mit dem anderen zusammen, das wisst ihr. Das spürt ihr auch.
Ich bin froh, dich willkommen zu heißen, weil ich dir sagen möchte, dass jeder Schritt, den du tust, nicht nur ein Schritt zu deiner Begabung ist, sondern ein Schritt zu dir. Ein Schritt ins Wahrwerden, ins Freiwerden und wie ich hoffe ins Fröhlichwerden.
Wer von uns gerufen wird, der muss nicht antworten, aber wir freuen uns, wenn er es tut. Deshalb freue ich mich heute.
Stell mir deine erste Frage.

M: Welche Fähigkeiten in der Medialität stehen mir zur Verfügung, bzw. welchen Weg sollte ich einschlagen?

E: Hier ist deine Begabung in der Mitte zu stehen zwischen uns und jenen, die leben.
Hier ist deine Begabung zu verstehen, was anderen nicht hörbar ist, im Mittelpunkt deiner Möglichkeiten. Du kannst auch heilend auf andere Körper einwirken.

Doch im Mittelpunkt steht deine Begabung, das zu verstehen, was dem menschlichen Ohr ansonsten verborgen bleibt.

Wie du diese Begabung nutzt, wofür du sie einsetzt, das werde ich dir nicht sagen. Denn es ist deine Entscheidung, die du treffen wirst, wenn du davor stehst. Doch ich möchte dir sagen, wenn du es mir erlaubst, woran du dich richten solltest: Es muss ein Feuer sein, das in dir brennt. Es muss ein inneres Bedürfnis sein zu handeln.

Was es nie sein darf, das wäre eine Last, die dich erdrückt: Jedes Medium, das ausgewählt wird, wird ausgewählt, weil es in sich zwei Veranlagungen trägt, die unabdingbar sind: Das eine ist die Fähigkeit zum Mitgefühl und das andere ist die Begabung zum Zweifel. Letzteres mag dich erstaunen, doch ist es wichtig, stets zu hinterfragen, ob das, was du wahrnimmst, dir entspringt oder uns.
Ein medialer Mensch, der aufhört zu hinterfragen, ob das, was er wahrnimmt, so ist, wie er glaubt oder nicht, der gerät in Versuchung, sich zu überhöhen. Und der gerät in Versuchung, nicht uns zuzuhören, sondern sich selbst.

Du kannst zweifeln!

Du hast die Gabe, dem, was gesagt und gelebt wird, auf den Grund gehen zu wollen.

Das ist eine wichtige Voraussetzung. Darum ehren wir diese Gabe so sehr, ja?

Ein Drittes kommt bei dir zum Glück dazu: Es ist eine sehr natürliche Bescheidenheit, nicht unterwürfig, aber bescheiden. Dein Anliegen ist es nicht, dich über andere zu stellen. Dein Anliegen ist es nicht, aufzufallen. Helfen möchtest du. Und das ist die dritte glückliche Gabe. Hast du mich verstanden?

M: ja. Das freut mich sehr.

E: uns auch. Deine nächste Frage, bitte.

M: Ich hab seit meiner Kindheit immer so viele Ängste in mir: im Dunkeln fahren mit dem Auto, Menschenscheuheit und Unsicherheiten und alle möglichen Ängste. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Immer wieder fühle ich mich total unsicher in dieser Welt. Und ich komme mir immer schlechter vor, als die anderen sind. Kann ich die Ängste irgendwie loslassen oder wissen, wie ich damit umgehen kann?

E: Schau, so ist deine Seele. Sie hat wenig Vertrauen.

M: Das stimmt, ja.

E: Eben gerade sagte ich: Es ist ein großes Glück, dass du misstrauisch bist.

Aber es ist auch kein Glück. Es ist dort eine Last, wo es dich hindert, du selbst zu sein. Es ist eine Last, wenn du durcheinander kommst, weil jemand im groben Ton mit dir spricht. Es ist eine große Last immer und immer wieder zu kontrollieren, ob das, was du gesagt und getan hast wohl auch richtig war.
Es ist eine große Last, über ein Gespräch noch tagelang nachzudenken und all die fünfzig Versionen auszudenken, die es noch hätten sein können.

Siehst du, da lachst du. Es ist ein Teil von dir, diese Angst. Ganz, meine Liebe, wirst du sie nie verlieren. Dies ist dein Teil.
Andere haben andere Teile. Der eine ist vielleicht sehr darauf aus, immer alles zu gewinnen. Und der Nächste ist vielleicht darauf aus, immer in Ruhe gelassen zu werden. Wohin du auch schaust, jeder Mensch hat seine Last.

Aber du hast recht: So, wie es ist, sollte es nicht bleiben. Es wird darauf ankommen, diese Angst anzuschauen und sie zu dem zu machen, was sie in Wahrheit ist – eine von vielen Begleitern. Sie ist da. Sie macht dir Gedanken und diese Gedanken machen dir sehr ungute Gefühle. Aber es kommt darauf an, ob du diese Gedanken fütterst. Sie sind wie Vögel. Sie kommen und fliegen fort. Die Frage ist: Fütterst du sie zwischendurch?

M: ja.

E: ja. Und das kannst du lernen, aufzugeben.

M: mhm.

E: Das ist nicht leicht.

Es ist nie leicht, mit unserer Schattenseite fertig zu werden.

Jene Menschen, die gerne träge sind, kämpfen genauso. Die kämpfen oft schon darum, nur in die Dusche zu gehen. Jene Menschen, die immerzu gewinnen müssen, die kämpfen ganz gewaltig – manchmal bis zum Zusammenbruch, weil sie manchmal aufgeben müssen.
Es ist immer und bei allen der Kampf gegen die Gedanken. Doch wogegen wir kämpfen, das wird groß. Darauf richten wir unsere Aufmerksamkeit, nicht wahr?

M: mhm.

E: Gedanken der Angst kommen. Und deine ganze Aufmerksamkeit gilt ihnen. Das … das kannst du ändern. Der Gedanke der Angst ist da, er ist dir vertraut, du kennst ihn schon – und jetzt habe ich Wichtigeres zu tun, ja?

M: ja.

E: Dennoch ist es wichtig, dass du begreifst, wo der Ursprung deines Mangels an Vertrauen begonnen hat. Denn das ist die wahre Ursache. Die Ursache ist nicht, dass du zu klein und zu gering bist. Sie ist nicht, dass du dich nicht richtig auszudrücken weißt. Sondern sie liegt einzig und allein darin, dass du einen Mangel an Vertrauen hast, ein grundsätzliches Vertrauen ins Leben – aber auch in das, was die Menschen über dich denken und sagen könnten.

Menschen denken sehr wenig über andere Menschen nach.

Habe ich recht, wenn ich diesen Satz so ausspreche: Menschen denken sehr wenig über andere Menschen nach?

M: ich schon.

E: ja, aber im Hinblick auf dich selbst. Die meisten Menschen verschwenden nicht viel Zeit damit. Mach dir das bewusst. Und auch du denkst, wenn du über andere Menschen nachdenkst, hauptsächlich darüber nach, welche Beziehung du mit ihnen hast. Ja?

M: stimmt, ja.

E: Das sind Gegengedanken, wenn die Angst kommt. Aber was du brauchst, ist mehr als ein Gegengedanke. Was du brauchst, ist eine Gegengewissheit.
Das wird eine der Aufgaben an diesem Wochenende sein: Ich möchte, dass du jenes Leben erfährst, in dem diese Angst ihren Ursprung genommen hat, damit du begreifst, dass es vorbei ist. Ich möchte, dass du dich erlebst: Dich, wie du wirklich bist.

Ich und dein Guide, wir sehen dich gänzlich anders, als du dich siehst. Wir erleben dich gänzlich anders – als eine Seele voller Kraft und Wärme, eine Seele, die so warm ist und stark.

Du musst dich erleben als Seele.

Und ich möchte dich, Hajo, bitten, dass du das Uta mitteilst.

Hajo: ja.

E: Wenn dies gelingt, dann werden die Gedanken der Angst nicht einfach weggewischt sein. Sie werden kommen. Das bist du gewohnt. Aber es wird eine Gegengewissheit geben: „Ja, da ist sie wieder, meine Ängstlichkeit, das kenne ich schon. Aber ich weiß: Obwohl ich das denke, ich bin gut aufgehoben.“
Und ein Drittes wird – wenn du es denn willst – sein: Je mehr Menschen du in die Seele schaust, um so geringer wird deine Angst vor ihnen sein. Je mehr Menschen dir begegnen und dir all das zeigen, was sie bewegt, um so weniger Grund werden die Gedanken der Angst in dir haben. Und auch die Angst vor dem Dunklen und Engen verliert sich angesichts des Lichtes, das du ihr geben wirst, wenn du es magst, ja?

M: Das ist mein größter Wunsch.

E: ja. Aber ich muss dir sagen, das ist ein Weg, der weit ist.

M: mhm.

E: Und mit jedem Schritt und jedem Erlebnis wirst nicht nur du dir selbst und deiner Kraft näher kommen, sondern damit wirst du auch ein Zeuge dieser Vorgänge. Damit wirst du ein Lehrer dieser Tatsachen. Ein Lehrer, der selbst das Einmaleins nicht beherrscht, der ist nicht gut für die Kinder, nicht wahr?

M: mhm, stimmt.

E: Lehrerseelen müssen viel lernen, ehe sie unterrichten.

Und du hast schon viel gelernt. Du weißt, was Schmerz ist, was Hoffnungslosigkeit ist. Du weißt, was es heißt, am Rand zu stehen. Du weißt, was es heißt, nicht weiter zu wissen. Das sind Fähigkeiten, die du entwickelt hast in jener Zeit. Das sind Wirklichkeiten, die du erkannt hast, die du weitergibst. Nichts ist umsonst gelitten.

E: deine nächste Frage, bitte.

M: Ich möchte gern fragen, ob es erlaubt ist zu wissen, wie der Name von meinem Guide ist.

E: Natürlich ist es erlaubt. Du wirst ihn morgen selber fragen. Ich werde es dir nicht verraten. Das erhöht die Spannung.

M: mhm.

E: Du wirst ihn morgen selber fragen und erleben und wiedererkennen und froh sein. Er ist dir nah und gut. Und alles, was euch trennt, ist ein kleiner Schritt der Aufmerksamkeit. Ihr werdet das morgen erleben dürfen.
Deine nächste Frage.

M: Mein Bruder ist verstorben bei einem Verkehrsunfall. Und jetzt würde ich gerne wissen, ob er ins Licht aufgestiegen ist, und ob er versucht mit mir Kontakt aufzunehmen, und ob er bei mir ist?

E: Nennst du mir bitte seinen Namen?

M: Werner.

E: Den Nachnahmen brauch ich auch.

M: Schneider.

E: Er ist sehr gerne bei dir, durchaus öfter, als seinem Begleiter lieb ist – nicht nur bei dir. Er ist in seinem Frieden. Es ist ein durchaus wilder Frieden. Und er ist sehr frei. Darüber freut er sich, ja?

M: mhm.

E: Auch ihn darfst du treffen, wenn du magst.

M: Ja, das möchte ich gern.

E: Er ist der Schlüssel zu deiner Suche nach dir. Ja. Es sind nicht deine Großeltern. Er ist der Schlüssel.

M: aha.

E: Du schätzt ihn wert. Du liebst ihn und er dich. Ihr habt euch gestritten und dennoch geliebt. Das vergeht nicht. Er war in vieler Weise derjenige, der deinen Weg zu dir geöffnet hat.
Deine nächste Frage bitte.

M: Ich habe viele Allergien. Ich bin sehr empfindlich. Ich habe auch Tierhaarallergien, extreme, und auch Herzrrythmusstörungen immer wieder. Das ist mir unerklärlich. Und weil ich gesund lebe und auch Sport betreibe interessiert es mich, ob ich das irgendwie bewältigen kann.

E: Wir müssen das eine vom anderen trennen, bitte.
Die Allergien sind leider Teil deiner Art, zu sein. Ich möchte das erklären: Du bist wie viele Mediale schlecht im Körper verankert. Dein Körper ist wie deine Seele sehr durchlässig für fremde Energien, ja?

M: ja.

E: Das bedingt leider eine gewisse körperliche Labilität. Du wirst es bei fast jedem Medium finden.
Etwas anderes ist es mit deinen Herzrhythmusstörungen. Hier spielen auch deine vielen Ängste eine Rolle. Je mehr Angst du hast und auch je mehr Angst du unterdrückst, desto mehr meldet sich dein Herz. Ja? Verstehst du diesen Zusammenhang? Der ist wichtig!

M: ja.

E: Je mehr du lernst, diese Angst in Vertrauen zu wandeln, um so weniger nötig sind die Herzrhythmusstörungen. Es ist im Grunde, meine Liebe, das gleiche Prinzip.

Je mehr Aufmerksamkeit du deinem Herzrhythmus widmest, um so mächtiger wird die Störung.

Verstehst du das?

M: ja.

E: „Aha, Herz, jetzt sagst du mir gerade wieder, dass du durcheinandergerätst. Welcher Gedanke ist das, der mich da gerade verängstigt?“ Ja? In dieser Weise hinschauen und nicht hinschauen, ob es bald stehen bleibt.

Du bist nicht herzkrank, sondern dein Herz spricht die Sprache deiner Seele: „Ich hab Angst!“ Verstehst du?

M: ja.

E: Das kannst du lernen, in den Griff zu bekommen.

M: okay.

Referenzen