Elia: Diese Menschen haben das Wichtigste verloren, was ihr habt: Ihr Selbst

Zu Gast ist Gerda
Gerda: Warum empfinde ich bei einigen lebenden Menschen, dass sie wie tot sind und für mich gar nicht mehr existent, obwohl sie vor mir stehen und ich doch auch mit ihnen sprechen kann?
Diese Menschen sind nicht tot, sondern sie sind – wenn du es mir erlaubst – Gefangene ihrer eigenen Fürwahrnehmung. Sie haben – früher sagt man einmal – ihr Seelenlicht sehr herabgedämmt. Sie sind überlagert von ihren Sorgen, von ihren Ängsten, sie überlagert von einem nicht Erleben wollen.
Sie sind nicht in ihrer ganzen Kraft, im Gegenteil.
Dies können sehr aktive Menschen sein, sie können sogar sehr wortgewaltig daherkommen und eine große Palette Emotionalität zeigen, aber du spürst: all das ist Fassade, ist ein nicht lebendig sein.
Was macht den Menschen lebendig, was denkst du?
G: na, seine Gefühle…
Vielleicht. Nein, es geht noch tiefer. Es ist die Seele selbst.
Wenn sie geht, stirbt der Mensch!
Wenn sie klein bleibt, wirkt er dir wie tot.
Ein solcher Mensch kann viele Emotionen haben, die Emotionen, die auf Gedanken basieren oder Emotionen, die auf Hormone basieren. Und dennoch ist ein solcher Mensch leer.
Denn was er nicht ist, das bezeichnet die Uta hier gerne als authentisch, dass heißt, er denkt, was er fühlt und er fühlt, was ihm wahr ist.
Wenn du solche Menschen fragst, was ist dir wahr, dann antworten sie dir mit aller Wahrscheinlichkeit mit Sätzen, die mit dem Wort „man“ beginnt.
Man darf dies nicht zu ernst nehmen…
Man sollte hier sich mehr Mühe geben…
Verstehst du?
Das Kollektiv und die Wahrnehmung des Kollektivs, in dem sie sind, ersetzt die eigene Wahrnehmung. Diese Menschen haben häufig einen tief liegenden Grund, so zu sein.
Sie haben irgendwann einmal – in diesem Leben oder in einem vergangenen – erfahren, dass ihre Seele leidet, wenn sie zu sehr ins Geschehen des Lebens involviert ist und so nehmen sie ihre seelische Wahrnehmung sehr zurück.
Sie meinen, sich dadurch zu schützen, in Wahrheit berauben sie sich selbst der Möglichkeit, zu genießen.
Behalt das bitte immer im Hinterkopf, wenn du diese Menschen berührst.
Sie gehören wohl zu den aller ärmsten Menschen der Welt, denn sie haben das Wichtigste verloren, was ihr habt:
Ihr Selbst!