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Die Größte aller Weisheiten des Alters ist es, die Dinge zu nehmen, wie sie sind!

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Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Hertha zu verbinden. Hertha bittet um diese Verbindung.

Ich gehe über eine Streuobstwiese, ein klarer Herbsttag, aber warm ist es und die abgefallenen Äpfel und Birnen locken immer noch fleißige Bienen an.
Der Blick von hier geht über ein Tal, unten Fachwerkhäuser mit hohen Giebeln, schön sieht der Ort dort unter mir aus, anheimelnd.
Über mir höre ich den Ruf der Wildgänse und als ich aufblicke, sehe ich, wie sie im weiten Bogen über das Tal dort und dann über die bewaldeten Hügel hinweg ziehen.

Ganz sanft und nur mit den Fingerspitzen werde ich von einem Kind berührt, ich kann diese Seele nicht richtig erkennen, sie ist so hell, sehe nur diese zarte Hände und schaue in grünbraune Augen, fast wie Bernstein, ein sanfter, kluger und ruhiger Blick.
Das Kind gibt mir einen Blumenstrauß, es sind Herbstzeitlose, ich höre eine Kinderstimme sagen: Für Mutti…
Gerade noch will ich sie Fragen, wen sie meint, aber da ist diese Seele auch schon wieder weg.
Ich wundere mich über dieses Geschenk, die Herbstzeitlose kenne ich nur aus den Alpen, dort wächst sie in den steilen Wiesen, aber hier sicher nicht, eine seltene Blume. Eine große Heilpflanze in der Homöopathie, aber ein Gift für den Unkundigen.
Wenn man sie anschaut, ist sie leicht mit dem Krokus zu verwechseln.

G: „Ja, nicht wahr? Zum Verwechseln ähnlich der Frühling und der Herbst!“

Ich drehe mich nach dieser Stimme um, hinter mir steht ein junger Mann, blondes Haar, die Augen blaugrau, er hat ein kleines bisschen abstehende Ohren.
G: „Ich habe keine abstehenden Ohren!“
Er lacht!

U: nur ein bisschen?

G: Na gut, einverstanden, ein bisschen. Ich bin Karl, einer von Herthas Engel…

U: Wie viele seid ihr?

G: Drei, aber ich bin es seit 35 Jahren, ungefähr, ich tu mich schwer mit dem Zählen irdischer Jahre…
Sagst du ihr, wir lieben sie so sehr?
Sagst du ihr, ihr erster Engel, der war bis zu ihrem 14 Lebensjahr bei ihr und dann kam Tilli, sie hat sie durch die schwere Zeit begleitet, all die Jahre der Entbehrung und oft genug der Verzweiflung…
Das war Tilli, die ihr beistand. (Er zeigt mir ein „Bild“ von Tilli, eine ältere, etwas korpulente Frau mit dichtem, grauen Haar und einem Gesicht, das sowohl voller Liebe ist als auch großer Durchsetzungsstärke.)

U: Ui, mit der hätt ich nicht streiten wollen!

K: Das hat auch niemand lange gewagt (er lacht).

U. Warum habt ihr gewechselt?

K: Ich war etwa zehn Jahre mit Tilly zusammen für Hertha da…

U: und dann?

K. (lächelnd): Ich bin der Engel der reifen Jahre, wenn du so willst, bin ich Herthas Experte für den Herbst…
Sie liebt den Herbst nicht, solche warmen und klaren Sonnentage schon, aber wenn es nass wird und dunkel, nein, das ist so gar nichts für meine Hertha…
Und doch, diese Tage müssen sein…

U: Hast du mir das Kind mit den Herbstzeitlosen geschickt?

K: Nein, sie wollte diesen Gruß der Hertha bringen, ich hab es erlaubt…
Der Gedanke gefällt mir, Hertha ein Geschenk zu machen und dies ist doch ein besonderes Geschenk. Kennst du die Wirkung dieser Pflanze?

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